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Mittwoch, den 7. Februar 2007 18:54 Uhr

The Bloodless Revolution

Will man 628 Seiten kulturgeschichtliche Fakten über den Vegetarismus “from 1600 to Modern Times” lesen? Die Antwort ist ja, sofern es sich bei dieser Fülle an Text um “The Bloodless Revolution” - A cultural history of Vegetarianism” handelt. Der Autor, Tristram Stuart, zeigt in seinem Werk brilliant die erstaunliche Geschichte der Kultur des fleischlosen Essens auf, beschreibt kulturelle Einflüsse und liefert Mengen an Treibgutwissen; Wir lernen, dass Ghandi Vegetarier war (hatte man vermutet) - ebenso Hitler, Himmler, Hess und Bormann (hätte man nicht vermutet), die aber wahrlich nicht die einzigen “violent vegetarians” der Weltgeschichte waren. Über einen Artikel in der Washington Post erfahren wir nämlich, dass John Oswald, Schottischer Philosoph, Schriftsteller und Revolutionär, zwar Fleisch in seiner Ernährung ablehnte. Ein Pazifist war er aber nicht: “killers mus be killed” postulierte er (selbst starb er in der Schlacht bei Ponts-de-Cee 1793) und erachtete bewaffnete und blutige Revolutionen in Großbritanien als notwendig. Verrückt.
“The Bloodless Revolution” - A cultural history of Vegetarianism” von Tristram Stuart, 628 Seiten, $29.95.
Im Kontext ebenso empfehlenswert: “The Cry of Nature or an Appeal to Mercy and Justice on Behalf of the Persecuted Animals”, John Oswald, 1791

(max)

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