boink boink: unisex

Da schreibt der Spiegel doch glatt: “Mit pornographischen Magazinen erhält der Sex Einzug in die US-Unis.” Wir fragen uns, ob es den dort vielleicht nicht auch schon vorher gab.
Während prüde religiöse Vereinigungen Sturm laufen (das kommt davon, wenn man keinen “Dr. Sommer” hat!) oder sich enthaltsam geben (“Gott hat priorität”), soll es uns um die ästhetische Qualität der Porno-Heftchen gehen. Das sind die Kandidaten: “Squirm” (Vassar), “H Bomb” (Harvard), “Quake” (University of Pennsylvania), “Vita Excolatur” (University of Chicago), “X Magazine” (Washington University) und “Boink” (Boston University).
Dass diese Hefte eine andere Zielgruppe als die Fraktion der “Praline”- und “Schlüsselloch”-Leser anspricht, wird sofort deutlich. Wer wird also der nächste Playboy? Abgesehen vom “X Magazine” machen alle (Cover) einen professionellen Eindruck. Dafür sticht es mit seiner Minimalästhetik besonders hervor. Die website von Boink gibt sich ein wenig zu verkaufstüchtig (”buy 2, get one for free”) - man fühlt sich ein bißchen wie bei der Campus-Fleischerei. Über “Sex week” konnten wir uns kein abschließendes Urteil bilden, es ist irgendwie nicht so wahnsinnig aufregend.
Das Cover schwarz-weiße “H Bomb” ist wirklich gelungen. Nachdem wir aber die Titelseite der ersten Ausgabe entdeckt haben (Augen vorsichtig nach rechts), konnte Harvard einfach nicht mehr gewinnen. Es bleibt als nur noch Vita Excolatur. Alle Cover sind gelungen, sie bloggen fleißig und der qualitativ-ästhetische Anspruch wird dem eines Ivy-league-colleges gerecht. Glückwunsch!
Nachdem sich etliche Unis in Deutschland mit Nacktkalendern versucht haben, warten wir jetzt gespannt auf den ersten Elite-Porno.

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zu Mr. Wong
am 14. April 2007 um 14:15 Uhr.
das gezeigte bunte H-Bomb Cover ist eine Parodie eines Harvard Satire Magazines auch die echte “H-Bomb”.
)
(auch nachzulesen in zitiertem Spiegel-Artikel…
am 14. April 2007 um 20:23 Uhr.
:-/ Ahh. Hmm. I see. Shame on me…